Jessica Pegula und Linda Noskova spielen am Sonntag um den Titel!
Weltklasse-Matches in den Halbfinals der VANDA Pharmaceuticals BERLIN TENNIS OPEN 2026! Im Spiel zwischen der Weltranglistenersten Aryna Sabalenka und Jessica Pegula (USA, Nr. 4 der Welt) setzte sich die US-Amerikanerin nach drei Sätzen durch und steht am Sonntag im Endspiel gegen Linda Noskova. Die junge Tschechin Linda Noskova (WTA 13) hatte Berlins Publikumsliebling Alexandra Eala mit 6:2, 6:4 bezwungen. Somit stehen sich am Sonntag im Steffi-Graf-Stadion beim LTTC “Rot-Weiß” Berlin Jessica Pegula und Linda Noskova gegenüber. Noskova könnte morgen sogar zwei Titelchancen haben, wenn sie gemeinsam mit Ekaterina Alexandrova das beim Stand von 6:3, 3:3 abgebrochene Halbfinale gegen Ulrikke Eikeri (NOR)/Quinn Gleason (USA) gewinnt. Im Endspiel warten Sara Errani (ITA)/Nicole Melichar-Martinez (USA).
Seit Oktober 2024 steht Aryna Sabalenka ununterbrochen auf Platz 1 der Weltrangliste und reist damit zu jedem Turnier als Mit-Favoritin an. Auch nach Berlin, obwohl sie noch nie ein Rasenturnier gewinnen konnte. Das wollte sie in diesem Jahr bei ihrem sechsten Auftritt im Steffi-Graf-Stadion endlich ändern. Jessica Pegula (USA) ist als vierte der Weltrangliste nach Berlin gereist. Sie konnte das Turnier bereits 2024 gewinnen und gilt als eine der konstantesten Spielerinnen der WTA-Tour. Die Bilanz zwischen den beiden Top-Spielerinnen stand vor dem Spiel bei 9:3 für Sabalenka – womit ihr auch die Rolle der Favoritin gehörte.
Pegula zu stark! Wieder kein Turniersieg auf Rasen für Aryna Sabalenka
Im Match entwickelte sich ein rasantes und ausgeglichenes Duell, in dem Pegula ihr Aufschlagspiel etwas leichter durchzog und ein frühes Break zum 2:1 schaffte. Den Vorsprung gab sie nicht mehr her und sicherte sich den ersten Durchgang mit 6:4. Wie schon im Viertelfinale war Sabalenka gefordert, einen dritten Satz zu erzwingen. Das gelang ihr, indem sie im zweiten Satz zunächst ein frühes Break schaffte und dann auf 5:2 davonzog. Doch Pegula schenkte ihr nichts und glich noch einmal zum 6:6 aus, bevor eine Regenpause das Match unterbrach. Nach der Pause kam Sabalenka stark zurück und holte sich im Tiebreak zunächst den zweiten Satz zum 7:6. Ganz anders im dritten Durchgang. Pegula schien alles zu gelingen, Sabalenka gar nichts und schon nach 29 Minuten war alles vorbei. Nach insgesamt 2:16 Stunden verwandelte Pegula ihren dritten Matchball zum 6:4: 6:7, 6:0 und trifft im Finale auf Linda Noskova.
Publikumsliebling Alexandra Eala unterliegt starker Tschechin Noskova
Im zweiten Halbfinale des Tages standen sich mit der Tschechin Linda Noskova und Alexandra Eala von den Philippinen zwei richtig starke junge Spielerinnen gegenüber. Beide sind gerade 21 Jahre jung, stark auf Rasen und präsentieren sich im bisherigen Turnierverlauf in Bestform. Noskova hatte auf dem Weg ins Halbfinale Renata Zarazua, Diane Parry und Gauff-Bezwingerin Paula Badosa aus dem Weg geräumt. Eala gelangen Siege gegen Queen’s Champion Donna Vekic, die Weltranglistenzweite Elena Rybakina und die frühere Nummer 3 der Welt, Elina Svitolina.
Linda Noskova bucht nach 69 Minuten Spielzeit zweites Finalticket
Den ersten Satz holte sich Noskova nach nur 29 Minuten mit 6:2. Ihr gelang schon früh das erste Break zum 1:0, aber Eala holte sich direkt das schnelle Re-Break zum 1:1. Nach zwei weiteren Breaks führte Noskova schnell 5:2 und verwandelte ihren dritten Satzball zum 6:2. Im zweiten Satz sah es zunächst so aus, als könnte Alex Eala zurückkommen. Nach erneut schnellem 1:3-Rückstand drehte sie den Satz zu ihren Gunsten auf 4:3. Doch Noskova zeigte keine Schwächen mehr, nahm Eala, die sichtlich Schwierigkeiten mit ihrem bandagierten linken Arm hatte, den Aufschlag ab und verwandelte nach 69 Minuten ihren ersten Matchball zum 6:2, 6:4.
Sara Errani (ITA)/Nicole Melichar-Martinez (USA) stehen im Endspiel
Wegen mehrerer Regenunterbrechungen musste das Halbfinale im Doppel zwischen Asia Muhammad (USA)/Fanny Stollar (HUN) und Sara Errani (ITA)/Nicole Melichar-Martinez (USA) vom Centre Court auf Matchcourt 1 verschoben werden. Dort sahen die Zuschauerinnen und Zuschauer ein rasantes Match, das bis zum 3:3 sehr ausgeglichen war. Dann spielten Sara Errani (ITA)/Nicole Melichar-Martinez ihre ganze Klasse aus und holten sich mit 6:3 den ersten Durchgang. Ähnlich souverän starteten sie in Runde zwei, zogen nach frühem Break auf 1:3 und 2:5 davon. Muhammad/Stollar kamen zwar noch einmal auf 4:5 heran, mussten sich aber mit dem dritten Matchball dem Duo Errani/Melichar-Martinez beugen.
Für Sara Errani ist es nur ein weiterer Höhepunkt in einer langen, erfolgreichen Doppelkarriere. Die Italienerin gehört seit Jahren zur Weltspitze im Doppel und hat sowohl im Damen- als auch im Mixed-Doppel Grand-Slam-Titel gewonnen. Außerdem gelang ihr der seltene Karriere-Grand-Slam und sie gewann bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris gemeinsam mit ihrer Partnerin Jasmine Paolini die Goldmedaille. 2025 hatte das Doppel in Berlin den zweiten Platz belegt.
Zu dunkel! Zweites Halbfinal-Match wird am Sonntag fortgesetzt
Am Ende eines langen Tennis-Tages sollte es im Steffi-Graf-Stadion noch um den letzten verbliebenen Platz in einem der beiden Endspiele gehen. Mit Ekaterina Alexandrova/Linda Noskova (CZE) stand das Doppel auf dem Platz, das bis ins Finale nicht einen einzigen Satz abgeben musste. Auf der anderen Seite stand mit Ulrikke Eikeri (NOR)/Quinn Gleason (USA) das Überraschungspaar des Turniers auf dem Platz. Sie hatten unter anderem die an Position zwei gesetzten Kichenok/Krawczyk und die an vier gesetzten Perez/Schuurs besiegt.
Alexandrova und ihre Partnerin Noskova, die kurz zuvor noch ihr Einzel-Halbfinale gewonnen hatte, hatten im ersten Satz mit 6:3 souverän die Nase vorn. Im zweiten Durchgang war es ausgeglichener. Beide Paare brachten ihre Aufschlagspiele durch, bevor das Spiel beim Stand von 3:3 abgebrochen werden musste. Es wird morgen nach dem Endspiel im Einzel fortgesetzt.

