Hitzeschlacht in Berlin: Pegula, Noskova,Sabalenka und Eala buchen das Halbfinale
Drückende Hitze und packende Matches um den Halbfinaleinzug bei den VANDA Pharmaceuticals BERLIN TENNIS OPEN 2026 im Berliner Steffi-Graf-Stadion. Bei intensiver Sonne und Temperaturen um die 34 Grad im Schatten geriet der fünfte Tag des Turniers zur Hitzeschlacht. Mit Jessica Pegula USA), Linda Noskova (CZE), Aryna Sabalenka und Alexandra Eala (PHI) stehen die Halbfinalistinnen fest.
Der Tag auf dem Centre Court im Steffi-Graf-Stadion begann mit einem US-amerikanischen Duell um den ersten Platz im Halbfinale. Mit Jessica Pegula stand eine der konstantesten Spielerinnen der WTA-Tour auf der einen und mit Madison Keys die Australian Open-Siegerin von 2025 auf der anderen Seite. Die Nummer 4 Weltrangliste Pegula hatte im Achtelfinale die Tschechin Katerina Siniakova ausgeschaltet, Die Weltranglisten-28. Keys hatte sich in der ersten Runde gegen Vorjahresfinalistin Wang Xinyu und im Achtelfinale gegen Karolina Muchova durchgesetzt.
Pegula bucht gegen ihre Freundin Madison Keys das Halbfinale
Im Match zwischen den beiden Freundinnen machte zunächst Madison Keys den stärkeren Eindruck. Sie nahm Pegula das zweite Aufschlagspiel ab und ging 4:1 in Führung. Doch dann wendete die Turniergewinnerin von 2024 das Blatt zu ihren Gunsten und holte sich den ersten Satz im Tiebreak 7:6(5). Auch im zweiten Durchgang verlor zunächst Pegula ihr Aufschlagspiel, gab aber nach 1:3 Rückstand nur noch zwei Spiele ab und sicherte sich mit 7:5 auch den zweiten Satz. Im Halbfinale wartet nun Aryna Sabalenka auf die US-Amerikanerin.
Die junge Tschechin Noskova fertigt Gauff-Bezwingerin Paula Badosa ab
Linda Noskova (CZE) erwischte für ihr Viertelfinale gegen Paula Badosa (ESP) einen Sahnetag. Die Weltranglisten-13. aus Tschechien ist im bisherigen Turnierverlauf erneut durch ihr starkes Grundlinienspiel aufgefallen, das wie gemacht ist für den schnellen Rasenbelag. Schon im ersten Spiel holte sie sich bei Aufschlag Badosa das erste Break und zog auf 4:0 davon. Badosa, die im Achtelfinale als Nummer 142 der Welt noch die Favoritin Coco Gauff ausgeschaltet hatte, konnte dann zwar noch ein Spiel gewinnen, musste den Satz aber mit 6:1 abgeben.
In Runde zwei ein ähnliches Bild: Noskova machte das Spiel, Badosa fand keine Mittel, gab ihr zweites Aufschlagspiel ab und verlor den zweiten Satz mit 6:3. Nach 69 Minuten stand es 6:1, 6:3 für Noskova. Im Halbfinale am Samstag trifft die junge Tschechin auf Alex Eala.
Sabalenka steht nach epischem 2:23 Stunden-Match in der Vorschlussrunde
Das mit Spannung erwartete zweite Berliner Spiel der Weltranglisten-ersten Aryna Sabalenka gegen Wildcard-Inhaberin Nikola Bartunkova entwickelte sich zu einer epischen Hitzeschlacht. Das Match dauerte 2:23 Stunden und hatte am Ende das bessere Ende für die Nummer 1 der Welt. Dabei sah es zunächst ganz anders aus. Bartunkova luchste der Topfavoritin im ersten Satz das zweite und dritte Aufschlagspiel ab und ging schnell mit 5:1 in Führung. Sabalenka holte daraufhin nur noch ein Spiel und somit ging der erste Satz mit 6:2 an die junge Tschechin.
Ähnlich überraschend ging es im zweiten Durchgang los, als die Weltranglisten-62. Bartunkova zwei Breaks holt und auf 4:0 davonzog. Bartunkova und die Berliner Fans witterten schon die Sensation. Doch Sabalenka gab nicht auf, holte Punkt um Punkt auf und drehte den Satz zum 6:5, bevor es mit 6:6 in den Tiebreak ging. Mit einem 7:2 erzwang Sabalenka darin den dritten Satz.
Mit dem dritten Satz erzwang Sabalenka die Entscheidung
Der dritte Durchgang verlief zunächst etwas ausgeglichener: 2:0 ging Sabalenka in Führung, aber Bartunkova kam zum 2:2 zurück. In der Folge ging es hin und her, Sabalenka machte aber einen etwas stabileren Eindruck. Bartunkova musste insgesamt dreimal ihr Aufschlagspiel abgeben, Sabalenka zweimal. Sabalenka verwandelte ihren dritten Matchball zum 6:4 und trifft im Halbfinale am Samstag auf Jessica Pegula.
Sabalenka lobte ihre starke Kontrahentin: „Ich muss sagen, ich hatte ein bisschen Glück, dass ich zurückgekommen bin. Nikola war extrem stark und sie hat zweifellos eine großartige Zukunft vor sich. Ich würde gerne die tschechischen Tennisanlagen besuchen und verstehen, wie ihr System so viele großartige Spieler hervorbringt.“
Wildcard-Inhaberin Alexandra Eala glänzt mit Sieg über Elina Svitolina
Mit ihrem beeindruckenden Sieg über Elina Svitolina (UKR) gehört Alexandra Eala (PHI) jetzt schon zu den großen Gewinnerinnen der VANDA Pharmaceuticals BERLIN TENNIS OPEN 2026. Sie besiegte die ehemalige Nummer 3 der Welt mit 6:3, 6:4. Elina Svitolina, hatte ihre gute Form mit Siegen über Eva Lys und Anna Kalinskaya unter Beweis gestellt. In den entscheidenden Momenten des Spiels konnte sie Alexandra Eala jedoch nicht in Schach halten.
Als Wildcard-Teilnehmerin avancierte Eala in Berlin schnell zum Publikumslieblinge, nachdem sie zuvor die Queen’s-Siegerin Donna Vekić und die Nummer 2 der Welt, Elena Rybakina, ausschaltete. Im Interview nach dem Spiel sagte Alexandra Eala: „Elina hat in den letzten Spielen des Matches etwas besser gespielt. Es war hart, aber ich bin froh, dass ich es geschafft habe.“ Mit Blick auf ihr morgiges Halbfinale gegen Linda Nosková fügte sie hinzu: „Nosková ist eine großartige Spielerin, sie ist sehr stark … Aber wenn man in Berlin das Halbfinale erreicht, muss man mit Herausforderungen rechnen.“
Eikeri/Gleason schlagen das an zwei gesetzte Team und stehen im Halbfinale
Die Norwegerin Ulrikke Eikeri und die US-Amerikanerin Quinn Gleason besiegten die an Position gesetzten Elise Mertens (BEL)/Shuai Zhang (CHN) in zwei Sätzen mit 7:6(4) und 7:5. Eikeri und Gleason waren im gesamten Spiel etwas aggressiver und entschieden den umkämpften ersten Satz im Tiebreak für sich. Im zweiten Durchgang konnten sie ihren Schwung beibehalten, erzielten das entscheidende Break und beendeten das Spiel schließlich mit eigenem Aufschlag. Eikeri und Gleason gehören bislang zu den Überraschungsteams des Turniers und zeigten gegen eines der stärksten Duos im Teilnehmerfeld große Gelassenheit. Elise Mertens und Shuai Zhang sind erfahrene und äußerst talentierte Doppel-Spezialistinnen, die durch ihren Sieg verdient im Halbfinale stehen, wo sie auf Ekaterina Alexandrova/Linda Noskova treffen.
Auch Errani/Melichar-Martinez ziehen souverän ins Halbfinale ein
Die an Position drei gesetzten Sara Errani (ITA)/Nicole Melichar-Martinez (USA) hatten keine Mühe, sich gegen Giuliana Olmos(MEX) und Erin Routliffe (NZL) durchzusetzen. Sie gewannen mit 6:2, 6:1 und zogen locker ins Halbfinale der VANDA Pharmaceuticals BERLIN TENNIS OPEN ein. Nach Gewinn des ersten Satzes mit 6:2 legten Errani und Melichar-Martinez im zweiten Satz noch eine Schippe drauf und sicherten sich schnellen den Sieg. Routliffe/Olmos hatten in der ersten Runde das Berliner Comeback von Serena Williams mit Karolina Muchova (CZE) beendet und gingen als Favoritinnen ins Match. Aber Errani/Melichar-Martinez blieben in den entscheidenden Momenten stabil und setzten sich durch.

